Die Internet-Community der Elbrocker sorgte hamburgweit bereits für großes Medieninteresse. Die Hamburger Morgenpost (Mopo) berichtete zum Beispiel in einem Sonderteil über das "coole Stadtportal zum Mitmachen", so der O-Ton des Artikels, der auf der Webseite der Mopo komplett nachgelesen werden kann. Das Besondere ist nämlich, dass sich das Leben der Community nicht nur virtuell im Internet abspielt, sondern sich die User auch im richtigen Leben häufig treffen, um gemeinsam Konzerte, Sportveranstaltungen uvm zu besuchen oder auch einfach mal nur in geselliger Runde zu feiern.
Neben anderen Sportarten wie Fußball und Eishockey besaß die Community schon seit ihrer Gründung eine große Verbundenheit zum American Football. Da ist es wenig verwunderlich, dass nicht nur gemeinsam Footballspiele besucht und die Mannschaften lautstark angefeuert werden, sondern von jeher mit den Vereinen, wie den Hamburg Blue Devils und den Hamburg Eagles, eng zusammengearbeitet wird.
Eines Tages kam die Idee auf, dass interessierte User des Elbrock Board Hamburg (EBH) doch mal aktiv an einem Training der Hamburg Blue Devils teilnehmen könnten. Dieses Training sollte ihnen den American Football "hautnah" erleben lassen und für alle natürlich viel Spaß bedeuten.
Als die ersten Gespräche von Thorben Reinhard (Gründer des EBH) mit Kay Kuczynski (Jugendwart der Hamburg Blue Devils) für ein gemeinsames Training stattfanden, entwickelte sich die ursprüngliche Idee schnell zu einem sozialen Projekt weiter. Die Elbrocker verstehen sich nämlich nicht nur als reine Spaßgesellschaft, sondern zeigten von Anfang an auch soziales Engagement. So wird jede nur denkbare Möglichkeit genutzt, Geld für einen guten Zweck zu sammeln, sei es unter anderem durch Spenden, der Versteigerung durch von Künstlern und Sportlern signierter Gegenstände oder gar, wie erst kürzlich geschehen, durch die Versteigerung einer ganzen Band (das Hamburger Abendblatt berichtete darüber hier und hier).
Aus dem anfangs angedachten Training sollte nun ein richtiges Footballspiel gegen die Jugendmannschaft der Hamburg Blue Devils werden, dessen gesamter Ertrag einem guten Zweck zufließen soll. Der gute Zweck sind in dem Fall der 12-jährige Nico Schnittger, der an Cerebralparese erkrankt ist und schon mit vielen anderen Aktionen der Elbrocker unterstützt wurde, sowie der ehemalige Footballspieler Oliver Aders, der seit einem Sportunfall im Koma liegt. Der Ertrag soll zu jeweils gleichen Teilen den Familien von Nico und Oliver zu Gute kommen.
Da eine reine Laienmannschaft aus Usern des EBH jedoch nicht den Hauch einer Chance gegen die starke und eingespielte Jugendmannschaft der Hamburg Blue Devils hätte und das Spiel für die Zuschauer somit wenig attraktiv wäre, ging man dazu über, eine Elbrock All Star Mannschaft auf die Beine zu stellen. In dieser spielen zwar nach wie vor Laien mit, die mit American Football bislang wenig bis gar nichts zu tun hatten, jedoch werden sie von ehemaligen und aktiven Footballspielern verstärkt und im Vorfeld trainiert.